Studentenwohnung finanzieren
Studenten haben ebenso wie Arbeitslose oder Selbständige große Schwierigkeiten einen Kredit zu bekommen, denn so lange sie kein festes, pfändbares Einkommen nachweisen können, stellen sie ein ein zu großes Risiko für Kreditgeber dar. Wer also keine zahlungskräftigen Eltern hat, muss seine Ansprüche an Unterkunft und Lebensführung erst einmal zurückschrauben. Viele Studenten suchen sich deshalb entweder eine große Wohnung, um als Wohngemeinschaft die Kosten besser tragen zu können oder mieten eine winzige Studentenwohnung. Aber auch diese sind gerade in den Städten mit vielen Studenten relativ rar und teuer, oftmals nicht saniert oder weit von der Uni entfernt, so dass zur Miete auch noch zusätzliche Fahrkosten hinzukommen können. Die Suche nach einer preiswerten und günstig gelegenen Studentenwohnung ist deshalb oftmals sogar noch schwieriger als die Suche nach dem Studienplatz selbst. Wer Glück hat, kommt vielleicht noch in einem Studentenwohnheim der Universität unter, doch die meisten Studierenden suchen sich im Laufe ihres Studiums lieber eine eigene Wohnung. Manche gehen deshalb neben ihrem Studium auch noch einer Nebenbeschäftigung nach, fahren Taxi, kellnern oder verkaufen Lampen, um das Geld für die Miete und sonstige Ausgaben decken zu können. Doch irgendwann gewöhnt man sich auch an die eingeschränktesten Lebensumstände, denn nach dem Studium hat ja jeder die Hoffnung auf eine besser bezahlte Stelle und eine steile Karriere. Das Kuriose an dieser Sache ist, dass viele, die inzwischen auch ihre kühnsten Wohnträume erfüllen konnten, im Nachhinein das Leben in ihrer Studentenwohnung als eine durchaus schöne Zeit beschreiben, auch wenn am Badezimmerfenster keine Jalousien waren und man sich beim Zähneputzen durchs Fenster zuwinken konnte und auch sonst viele andere Sachen fehlten.




