ETF's - Die Einführung

Bei den sogenannten ETFs handelt es sich um „Exchange Trade Funds“, also Fonds, die an der Börse gehandelt werden. Diese unterscheiden sich von normalen Fonds dadurch, dass sie ebenso wie Aktien die komplette Zeit, in der die Börse geöffnet ist, handelbar sind. Diese Fonds sind äußerst beliebt und werden von Zeit zu Zeit auch noch mit den Begriffen "Indexaktien" oder "Index Shares" bezeichnet. Die Form der Anlage wird in zwei unterschiedliche Arten gegliedert: Zum einen existieren die passiv verwalteten, und zum anderen die aktiv gemanagten ETFs.

Passiv und aktiv verwaltete ETFs

Der Großteil der ETFs wird als passiv bezeichnet, da diese keinen Fondsmanager benötigen. Stattdessen handelt es sich bei ihnen um klassische Indexfonds, die einen Börsenindex nur nachbilden, anstatt eine aktive Strategie der Anlage zu verfolgen. Somit findet mit diesen Wertpapieren auch kein aktiver und kontinuierlicher Handel an der Börse statt. Die Rolle des Fondsmanager übernimmt im Falle von passiven ETFs der Markt selbst, und der Kurs wird pro Tag nur ein Mal gestellt. ETFs wird allerorten ein großes Potential attestiert, vor allem wegen der transparenten Kostenstruktur, durch die Risiken deutlich sichtbar sind und werden. Weiterhin entfallen im Gegensatz zu aktiven ETFs die Kosten für Marktanalysen. Für Anlieger empfehlenswert ist vor allem ein ETF Musterdepot, bei dem der Anleger auf mehrere Anlageklassen setzt, beispielsweise Staatsanleihen, Rohstoffe oder Aktien von Industrieländern. Aktive ETFs haben es im Markt relativ schwer, da sie der eigentlich passiven Strategie von ETFs entgegenstehen. Demzufolge konnten sie sich bei den Anlegern auch nie wirklich auf breiter Ebene etablieren und spielen in der Börse nur eine untergeordnete Rolle. Bei den wenigen aktiv gemanagten ETFs unternehmen die Fondsmanager entsprechend häufig Anstrengungen, den vorgegebenen Index zu übertreffen. Im Jahr 2007 wurden die sogenannten ETF-Dachfonds, also Dachfonds, die einzig in ETF investieren, eingeführt. Seit Beginn der neunziger Jahre konnte der Markt für ETF ein stetiges Wachstum verzeichnen, der lediglich im Jahr 2008 aufgrund der Finanzkrise gebremst wurde. Sowohl institutionelle Anleger wie auch Privatpersonen nutzen ETFs, wobei wie erwähnt der Löwenanteil auf passive ETFs entfällt.